Die richtigen Unternehmen, die man kontaktieren sollte, wenn ein Umzug zu organisieren ist, sind Umzugsspeditionen. In Deutschland gibt es von diesen Unternehmen sehr verschiedene Arten. Diese unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern auch in den Serviceleistungen. Bevor man sich für ein Unternehmen entscheidet, sollte also die Überlegung anstehen, welchen Service man in Anspruch nehmen möchte.
Eine Möglichkeit, den Umzug mit einem Unternehmen zu organisieren, ist der Komplettservice. In diesem Falle beauftragt man das Umzugsunternehmen, alle Aufgaben zu übernehmen. Vom Einpacken des Geschirrs über den Abbau der Schränke bis hin zur Einrichtung der neuen Wohnung kann man den Angestellten der Spedition alles übertragen. Selbst muss man lediglich durch Klebepunkte an den Schränken und Tischen bestimmen, welche Möbel in welchen Raum der neuen Wohnung kommen. Sogar die Montage der Küchengeräte wie Spüle und Herd kann man der Spedition überlassen. Ein solcher Service ist allerdings oft auch nicht billig. Die Speditionen vereinbaren hierfür meist einen festen Betrag, der zu bezahlen ist. Die stundenweise Abrechnung empfiehlt sich meist eher bei Umzügen mit mehr Selbstverantwortung.
Es ist, um Geld zu sparen, natürlich möglich, die Inhalte der Schränke selbst in Umzugskartons zu verstauen und die Schränke abzuschlagen. Meist kann man sich hierfür einige Tage Zeit lassen, da der Termin mit dem Unternehmen über mindestens eine Woche im Voraus vereinbart werden muss. Die Spediteure müssen dann nur noch die Kisten und Möbeleinzelteile verstauen und in der neuen Wohnung abladen. Für die meisten Personen ist dies auch der schwierigste Teil bei einem Umzug. Nur wenige Leute wissen, wie man schwere Geräte richtig anfasst, um sie unbeschädigt und rückenschonend eine Treppe hinauf oder hinab zu tragen. Die Umzugshelfer haben für die schwersten Gegenstände häufig spezielle Handschuhe und Tragegurte, die ein Abrutschen verhindern sollen. Auch durch die tägliche Übung können die Mitarbeiter in Umzugsunternehmen oft mehr Gewicht stemmen und mehrere Kisten gleichzeitig tragen. Für viele Mitarbeiter stellt die Größe des Türrahmens eine wichtigere Einschränkung dar als das Gewicht der Kisten. Dennoch sollte man darauf achten, die Kisten nicht zu schwer zu beladen. Ein Umzugskarton, der bis zum Rand mit Büchern gefüllt ist, kann beim Anheben einreißen. Das obere Drittel sollte daher stets mit leichten Dingen wie Kissen oder sperrigen Dekoartikeln gefüllt werden.
Tritt das Umzugsunternehmen dann an, um die Möbel aus der Wohnung zu tragen, ist es ganz wichtig, seine Höflichkeit im Zaum zu halten. Die Mitarbeiter wissen genau, wie sie etwas zu greifen haben, damit es nicht fällt. Wer als Auftraggeber versucht, den Arbeitern zu helfen, kann damit im Schadensfall seinen Versicherungsschutz verlieren. Die Umzugsspeditionen sind gegen Unfälle versichert, doch wenn der Besitzer selbst den Gegenstand fallen ließ, darf die Versicherung des Unternehmens die Zahlung verweigern. Auch aufgrund der Versicherung sollte das Unternehmen vor der Auftragsvergabe über besondere Einrichtungsgegenstände informiert werden. Besonders teure Vasen können zum Beispiel den Versicherungsschutz übersteigen. Große Gegenstände wie Klaviere können dagegen nicht von jedem Unternehmen transportiert werden.